Veranstaltung "Demokratie als Drama
Recht und Rache in den Eumeniden des Aischylos" (Nr. 1082K-WEB) wurde in den Warenkorb gelegt.
Demokratie als Drama Recht und Rache in den Eumeniden des Aischylos
Anmeldung möglich
| Kursnr. | D1082K-WEB |
| Beginn | Do., 12.03.2026, 19:30 - 21:30 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | Online / Zoom |
| Gebühr | 8,00 € |
| Teilnehmer | 1 - 50 |
Foto: Guenter Zoeller
Kursbeschreibung
Von den drei herausragenden Tragödiendichtern des klassischen Athen – Aischylos, Sophokles und Euripides – ist Aischylos (525/524-456/455 v. Chr.) der politischste. Der Mitvierziger Aischylos kämpft bei Salamis gegen die persischen Invasoren (480 v. Chr.). Sein erstes erhaltenes Drama, Die Perser (472 v. Chr.), porträtiert den politischen Gegner mit unerwarteter Empathie. Aischylos' Meisterwerk, Die Orestie (458 v. Chr.), die einzige vollständig erhaltene tragische Trilogie, bestehend aus Agamemnon, Die Grabspenderinnen und Die Eumeniden, dramatisiert den zivilisatorischen Fortschritt vom archaischen Rechtsprinzip der familienbasierten Rache zum zivilisatorischen Rechtsprinzip der politisch verfassten Strafgerechtigkeit. Der Vortragsabend behandelt die mythische Einsetzung des mit athenischen Bürgern besetzen Geschworenengerichts für Kapitalverbrechen (Aeropag) in Aischylos' Eumeniden. Im Mittelpunkt steht die Umwandlung der vorzeitlichen grässlichen Rachegöttinnen (Erinnyen) in dem athenischen Gemeinwesen gegenüber wohlgesinnte und ihm willkommene Schutzgöttinnen (Eumeniden). Ein Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem konstruktiven Verhältnis des Aischyläischen Dramas zum gleichzeitigen Demokratisierungsprozess im klassischen Athen.Der Vortrag mit Diskussion wird nur online angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
12.03.2026
Uhrzeit
19:30 - 21:30 Uhr
Ort
Online
Dozent
